Sorgen im Alltag mit der Wolkentechnik lösen

Wir kennen das wahrscheinlich alle: Du wachst morgens auf und irgendwie fühlt sich das Leben gerade nicht richtig gut an. Vielleicht hast du das Gefühl, keine Übersicht zu haben. Du kommst gar nicht richtig an deine tieferen Gefühle heran und weisst eigentlich nicht genau, was gerade los ist. Und dieses Gefühl zieht sich dann wie ein trüber Nebel durch den Tag.
Genau für solche Momente habe ich eine Technik, die sich für mich seit Jahren immer wieder bewährt hat. Ich nenne sie meine Wolkentechnik.
Sie hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, wieder an das heranzukommen, was mich eigentlich beschäftigt – und meine Seele ein bisschen zu reinigen.


Magen beruhigen ♡

Ich setze mich hin, nehme ein Blatt Papier und mache mir meistens einen Tee.
Tee gehört für mich irgendwie dazu. Etwas Warmes im Bauch beruhigt mich und hilft mir, erst einmal anzukommen. Und oft wird mit dem Körper auch der Geist etwas ruhiger.
Dann nehme ich mein Blatt und beginne einfach.♡

Eine Sorge – eine Wolke
Bei dieser einfachen Übung darf wirklich alles aufs Papier. Kleine Alltagssorgen genauso wie tiefere Gefühle. Es gibt kein wichtig oder unwichtig.
So funktioniert die Wolkentechnik:
1. Schreibe deine Sorgen auf. Alles, was dich gerade beschäftigt, darf aufs Papier.
2. Zeichne um jede Sorge eine Wolke. Jede Sorge bekommt ihren eigenen Platz.
3. Nummeriere deine Wolken. Beginne bei 1 und fahre fort, bis alle Sorgen auf dem Papier stehen.
Eine Sorge kann ganz alltäglich sein: «Ich weiss überhaupt nicht, wann ich meine Wohnung putzen soll.»
Sie kann aber genauso tief gehen: «Ich fühle mich einsam.» Oder: «Die Beziehung zu meinen Eltern beschäftigt mich.»
Was gerade in deinem Kopf herumgeistert, darf eine Wolke bekommen.
Bei mir entstehen meistens ungefähr sieben bis zehn Wolken.
Die intuitive Lösung
Unter meinen Wolken schreibe ich noch einmal die Zahlen auf: 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 …
Dann gehe ich zurück zu Nummer 1.
Und hier passiert für mich immer wieder etwas Spannendes: Häufig merke ich schon während ich die Sorge aufschreibe, dass sich in mir gleichzeitig etwas für eine Antwort öffnet.
Ich muss die Lösung gar nicht erzwingen.
Nehmen wir wieder: «Ich habe zu wenig Zeit für meine Freunde.»
Plötzlich denke ich vielleicht: Ich könnte das nächste Treffen mit einem schönen Ausflug verbinden.
Oder ich schreibe: «Ich vertraue darauf, dass ich mir am Freitagabend Zeit nehme und in Ruhe schaue, was sich stimmig anfühlt.»
Es muss nicht immer sofort die perfekte Lösung entstehen. Manchmal ist die Antwort tatsächlich einfach: «Ich vertraue.»
Und dann gehe ich weiter zu Wolke 2, Wolke 3, Wolke 4 … Bis jede meiner Sorgen einmal gesehen wurde und ich ihr etwas entgegengesetzt habe.
Mein Impuls ♡
Für mich liegt die Wirkung gar nicht darin, innerhalb von zehn Minuten mein ganzes Leben lösen zu müssen.
Es ist eher ein Gefühl: Aus einem undefinierbaren Nebel werden einzelne Wolken.
Und sobald ich sehen kann, was mich eigentlich beschäftigt, fühlt es sich meistens schon weniger überwältigend an.
Ich komme wieder ein Stück näher zu mir – und oft tauchen die nächsten Schritte erstaunlich intuitiv auf.
Probier es wirklich einmal aus. Nicht lange darüber nachdenken, ob es funktioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert