Meine liebste Wolkentechnik, um in 10 Minuten alle Sorgen loszulassen

Wir kennen das wahrscheinlich alle: Du wachst morgens auf und irgendwie fühlt sich das Leben gerade nicht richtig gut an.
Vielleicht hast du das Gefühl, keine Übersicht zu haben. Du kommst gar nicht richtig an deine tieferen Gefühle heran und weißt eigentlich nicht genau, was gerade los ist. Und dieses Gefühl zieht sich dann wie ein trüber Nebel durch den Tag.
Genau für solche Momente habe ich eine Technik, die sich für mich seit Jahren immer wieder bewährt hat. Ich nenne sie meine Wolkentechnik.
Sie hilft mir, meine Gedanken zu sortieren, wieder an das heranzukommen, was mich eigentlich beschäftigt – und meine Seele ein bisschen zu reinigen.

  1. Erst einmal ankommen
    Ich setze mich hin, nehme ein Blatt Papier und mache mir meistens einen Tee.
    Tee gehört für mich irgendwie dazu. Etwas Warmes im Bauch beruhigt mich und hilft mir, erst einmal anzukommen. Und oft wird mit dem Körper auch der Geist etwas ruhiger. Dann nehme ich mein Blatt und beginne einfach.
  2. Jede Sorge bekommt ihre eigene Wolke
    Ich schreibe die erste Sache auf, die mich gerade beschäftigt. Bei mir wäre das heute zum Beispiel: „Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mir zu wenig Zeit für mein Umfeld nehme.“  Darum zeichne ich eine kleine Wolke und schreibe eine 1 dazu.
    Dann kommt die nächste Sorgenwolke. Vielleicht:  „Mein Leben fühlt sich gerade irgendwie nicht so richtig nach Freude an.“ Das wird Wolke 2.
    Und dann mache ich einfach weiter.  Dabei darf wirklich alles aufs Papier. Eine Sorge kann ganz alltäglich sein:  „Ich weiß überhaupt nicht, wann ich meine Wohnung putzen soll.“ Sie kann aber genauso tief gehen:  „Ich fühle mich einsam.“ „Die Beziehung zu meinen Eltern beschäftigt mich.“  Es gibt hier kein wichtig oder unwichtig. Was gerade in deinem Kopf herumgeistert, darf eine Wolke bekommen.
    Bei mir entstehen meistens ungefähr sieben bis zehn Wolken.
  3. Jetzt kommt für mich der spannendste Teil
    Unter meinen Wolken schreibe ich noch einmal die Zahlen auf:  1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 …. Dann gehe ich zurück zu Wolke Nummer 1.
    Und hier passiert für mich immer wieder etwas Spannendes: Häufig merke ich schon während ich die Sorge aufschreibe, dass sich in mir gleichzeitig etwas für eine Antwort öffnet.
    Ich muss die Lösung gar nicht erzwingen.  Nehmen wir wieder:  „Ich habe zu wenig Zeit für meine Freunde.“ Plötzlich merke ich vielleicht: Ich könnte das nächste Treffen mit einem schönen Ausflug verbinden. Oder ich schreibe: Ich vertraue darauf, dass ich mir am Freitagabend Zeit nehme und in Ruhe schaue, was sich stimmig anfühlt. Es muss nicht immer sofort eine perfekte Lösung entstehen. Manchmal ist die Antwort tatsächlich einfach: Ich vertraue. Und dann gehe ich weiter zu Wolke 2, Wolke 3, Wolke 4 … Bis jede meiner Sorgen einmal gesehen wurde und ich ihr etwas entgegengesetzt habe. Warum ich diese Technik so liebe
    Für mich liegt die Wirkung gar nicht darin, innerhalb von zehn Minuten mein ganzes Leben lösen zu müssen. Es ist eher dieses Gefühl: Aus einem undefinierbaren Nebel werden einzelne Wolken. Und sobald ich sehen kann, was mich eigentlich beschäftigt, fühlt es sich meistens schon weniger überwältigend an. Ich komme wieder ein Stück näher zu mir – und oft tauchen die nächsten Schritte erstaunlich intuitiv auf. Probier es wirklich einmal aus.
    Nicht lange darüber nachdenken, ob es funktioniert.
    Papier nehmen. Tee machen. Wolken zeichnen.
    Doing before talking. ♡

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