Wie du dein Herz und deine Seele massierst bei Konflikten

Es gibt Begegnungen, die nehmen wir überall hin mit. Unter die Dusche, zur Arbeit, ins Bett. Vielleicht gab es einen Streit, vielleicht fühlen wir uns verletzt oder nicht gesehen oder tragen einen Vorwurf in uns. Manchmal können wir gar nicht genau benennen, was los ist – wir merken einfach:
Diese Beziehung fühlt sich gerade nicht gut an.
Das kann eine romantische Beziehung sein, eine Freundschaft, ein Familienmitglied oder jemand bei der Arbeit. Ich beobachte, dass ich in solchen Situationen immer wieder zum selben Ritual zurückgreife.

Mini Impuls für dich

Welche Begegnung beschäftigt dein Herz gerade? Vielleicht darf das unangenehme Gefühl erst einmal da sein, ohne dass du sofort etwas verändern oder lösen musst.

Zuerst versuche ich gar nicht, das unangenehme Gefühl sofort loszuwerden. Ich lasse es ein bisschen da sein. I sit with it. Ich darf enttäuscht, wütend oder unbequem sein.
Aber irgendwann merke ich meistens: Jetzt möchte ich diesen Vorwurf nicht mehr mit mir herumtragen. Und genau dann beginnt mein Ritual.
Die Grundlage dafür ist Ho’oponopono, eine hawaiianische Tradition der Versöhnung, mit der ich mich intensiver beschäftigt habe.
Ich suche auf YouTube Ho’oponopono mit deutscher Anleitung, meistens mit Musik, und wiederhole die Sätze laut vor mich hin.

DREI SCHRITTE ZU MEHR INNEREM FRIEDEN

☉ Fühlen

Ich lasse das unangenehme Gefühl zunächst da sein. Ich darf enttäuscht, wütend oder verletzt sein, ohne sofort etwas lösen zu müssen.

☾ Versöhnen

Mit Ho’oponopono richte ich meine Aufmerksamkeit auf meinen eigenen Anteil, meine Reaktionen, Verletzungen und Erwartungen.

↟ Loslassen

Ich kann innerlich Frieden finden und trotzdem eine Grenze setzen. Ich kann jemanden lieben und trotzdem Abstand brauchen.

Wie bei einer körperlichen Massage kann sich etwas zunächst verkrampft anfühlen. Man muss es nicht mit Gewalt lösen. Man bleibt liebevoll dort, gibt Wärme hinein und irgendwann wird etwas weicher.
Vielleicht hat sich die Situation überhaupt nicht verändert. Vielleicht hat der andere Mensch nichts anders gemacht. Aber ich spüre die Beziehung anders.
Wichtig ist mir dabei: Wenn ich «Es tut mir leid» oder «Bitte vergib mir» sage, bedeutet das nicht, dass ich das Verhalten eines anderen Menschen gutheisse oder die gesamte Verantwortung für einen Konflikt übernehme.
Ich schaue vielmehr auf meinen eigenen Anteil, auf meine Reaktionen, Verletzungen und Erwartungen und auf das, was ich selbst loslassen oder mir vergeben möchte.
Ich kann innerlich Frieden finden und trotzdem eine Grenze setzen. Ich kann jemanden lieben und trotzdem Abstand brauchen.
Vielleicht braucht es danach trotzdem ein Gespräch, eine Grenze, Abstand oder meistens genügt einfach ein präsentes, achtsames Dasein. Aber ich möchte solche Entscheidungen möglichst nicht aus einem verhärteten Herzen heraus treffen. Vielleicht entsteht ein bisschen weniger Widerstand, ein bisschen mehr Raum, ein bisschen mehr Wärme.
Genau das ist für mich Herz und Seele massieren: nicht die Beziehung schönreden und nicht den anderen verändern, sondern mein eigenes Herz so lange achtsam liebevoll halten, bis es wieder ein kleines bisschen weicher werden darf.

Für mich ist genau das der interessante Teil. Ich benutze Astrologie nicht als unumstößliche Wahrheit darüber, wer ich bin. Wissenschaftlich ist Astrologie nicht als Methode zur Persönlichkeitsbestimmung belegt. Ich finde sie vielmehr spannend als einen Anlass, Fragen über mich selbst zu stellen, auf die ich sonst vielleicht gar nicht gekommen wäre. Denn vielleicht bist du eben nicht einfach „nur Jungfrau“, „nur Widder“ oder „nur Steinbock“. Vielleicht entdeckst du beim Blick auf dein gesamtes Chart Seiten an dir, die du schon immer gespürt, aber bisher nie richtig benannt hast. Und genau deshalb lohnt sich für mich manchmal dieser kleine Blick über das eigene Sternzeichen hinaus.

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